Bern (awp) - Die Aktien von Kühne+Nagel stehen am Dienstag auf den Verkaufslisten der Anleger. Der Logistiker gab anlässlich eines Investorentages neue Mittelfristziele bekannt und streicht seine zuvor als ambitioniert angesehenen Margenziele. Diese werden von Analysten nun im Gegensatz zur alten Prognose nun als realistisch beurteilt.
Die Titel von Kühne+Nagel verlieren gegen 9.35 Uhr 3,5 Prozent auf 205,20 Franken. Der Gesamtmarkt steht derweil etwas im Plus (SMI: +0,20%).
Dem Logistikkonzern wurde von Analystenseite her angesichts des schwierigen Marktumfelds schon länger ein eher schlechtes Erwartungsmanagement nachgesagt. Und auch nach den nun neuen Zielen dürfte es für "K+N eine Herausforderung sein, Analysten und Investoren von der Tragfähigkeit der neuen Guidance zu überzeugen", heisst es etwa von der ZKB. Prinzipiell bleibe die Profitabilität der Gruppe aber "beeindruckend".
Mit den neuen Guidance habe man die Ziele nun wieder auf "realistischere Werte" zurückgesetzt, heisst es derweil von Vontobel. Diese dürften nun "im Grossen und Ganzen" mit den Markterwartungen übereinstimmen. Die damit verbundene klarere Kommunikation könne nun die Grundlage bilden, "um das Vertrauen der Anleger wiederherzustellen".
Zudem seien dem Unternehmen nun wieder positive Überraschungen zuzutrauen, heisst es bei Bernstein. Denn der neue Ausblick scheine "bewusst konservativ" zu sein. Auch weil in den nächsten sechs Jahren auf keine nennenswerte Margenausweitung in Aussicht gestellt werde. Dies gebe zwar "wenig Grund zur Freude", sei aber eine Basis, die es zu schlagen gelte.
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