Aryzta erreicht gesenkte Ziele 2025 und stellt Wachstum für 2026 in Aussicht

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22.01.2026 , 07:50:10

Schlieren (awp) - Der Backwarenkonzern Aryzta hat seine im Oktober gesenkten Ziele für das Geschäftsjahr 2025 erreicht oder übertroffen. Das Management erwartet fürs laufende Jahr weiteres organisches Wachstum.

Das Unternehmen rechnet für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 mit einem organischen Umsatzwachstum im tiefen bis mittleren einstelligen Prozentbereich, einem EBITDA von über 305 Millionen Euro sowie einem freien Cashflow von 115 bis 120 Millionen Euro, wie es in einem Trading Update vom Donnerstag heisst. Detaillierte geprüfte Jahreszahlen will das Unternehmen wie geplant am 2. März vorlegen.

Das Unternehmen hat damit 2025 beim Betriebsergebnis im Rahmen der Erwartungen abgeschnitten. Von AWP begragte Analysten rechneten mit einem EBITDA von 302,6 Millionen Euro. Im Oktober hatte Aryzta die Guidance diesbezüglich gesenkt und den CEO nach nur 9 Monaten Knall auf Fall entlassen.

Die Finanzierungskosten seien mit 42 bis 44 Millionen Euro deutlich tiefer ausgefallen als ursprünglich erwartet, hiess es von Aryzta weiter. Dies spiegle eine disziplinierte Kapitalbewirtschaftung wider.

Weitere Fabrik in Portugal geplant

Für 2026 stellt Aryzta weiteres organisches Wachstum und eine verbesserte Geschäftsentwicklung in Aussicht. Trotz eines gedämpften Konsumumfelds stützten abgeschlossene Kundenverhandlungen sowie der Hochlauf neuer Produktionslinien in Deutschland, Malaysia und der Schweiz den Ausblick.

"In den vergangenen drei Monaten hat das Management gezielte Massnahmen ergriffen, um das Umsatzwachstum zu beschleunigen, strukturelle Veränderungen umzusetzen und Kosten zu senken", sagte Verwaltungsratspräsident und Interims-CEO Urs Jordi gemäss Mitteilung.

Parallel kündigte Aryzta Investitionen von rund 40 Millionen Euro in eine neue Brötchenbäckerei in Portugal an. Die Anlage soll nahe Lissabon gebaut und 2028 in Betrieb genommen werden. Zusammen mit dem bestehenden Werk in Spanien soll sie Lieferketten auf der Iberischen Halbinsel optimieren und den CO2-Fussabdruck senken.

to/uh