Aktien Schweiz Eröffnung: Friedenshoffnungen schieben SMI an

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26.05.2026 , 09:30:15

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag von neuerlichen Friedenshoffnungen im Iran profitiert. So verdichteten sich über das Wochenende die Hinweise auf eine bevorstehende Lösung des Konflikts, auch wenn die USA am Morgen erneut Angriffe auf Minenschiffe flogen. Eine gewisse Skepsis wie schnell nun ein Deal kommen wird, bleibt aber im Markt. "Es ist ja nicht das erste Mal, dass eine Einigung angeblich kurz bevorsteht", kommentiert ein Börsianer.

Immerhin gaben die Ölpreise nach und am Morgen lag Brent mit 98,06 US-Dollar je Barrel weiter unter der Schwelle von 100 Dollar. Dennoch sei es ein gewisses "Katz und Maus-Spiel" von der US-Regierung mit den Märkten, sagte ein weiterer Händler. Jeder neue mögliche Zwischenfall erinnere daran, wie fragil die Lage sei. Im Tagesverlauf stehen noch einige US-Daten auf der Agenda, darunter der ADP-Beschäftigungsindex und das Konsumentenvertrauen.

SMI nimmt 10. Gewinntag in Angriff

Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 9.15 Uhr bei 13'630,55 Punkten um 0,94 Prozent höher, nachdem er bereits die vergangenen neun Handelstage im Plus geschlossen hatte. Im Leitindex gibt es im frühen Handel nur Gewinner. Der SMIM der mittelgossen Werte legt um 0,82 Prozent auf 3011,93 Punkte zu, während der breite SPI 0,87 Prozent höher steht bei 19'218,00 Zählern.

Die Spitze im SMI übernehmen aktuell Holcim (+2,6%), Schlusslicht aber dennoch im Plus sind die defensiven Swisscom (+0,37%).

Zu den gefragten Papieren zählen einmal mehr Tech-Titel mit Logitech (+1,4%). Händler verweisen auf die anhaltende KI-Euphorie in der Branche. Zudem legte der PC-Hersteller Lenovo noch vor dem Wochenende starke Zahlen vor, die dessen Aktien beflügelten.

Bei Julius Bär (+4,1%) zeigt sich nach den herben Verlusten am Freitag in Reaktion auf die Zahlen eine gewisse Gegenbewegung.

Besonders hervor stechen am breiten Markt Lem (+11%). Der Elektronikkomponenten-Hersteller ist offenbar zum Übernahmeziel geworden, der Verwaltungsrat prüft "strategische Optionen".

dm/rw