Aktien Schweiz Vorbörse: Freundlich - Friedenshoffnungen überwiegen

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26.05.2026 , 08:45:11

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt wird am Dienstag nach dem langen Pfingstwochenende mit Gewinnen erwartet. Zuvor hatte der SMI bereits neun Handelstage in Folge zugelegt. Während hierzulande und auch in den USA an Pfingstmontag die Börsen geschlossen blieben, verbuchten die Märkte tags zuvor in Frankfurt, Mailand oder Paris kräftige Gewinne aufgrund gestiegener Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs. Anleger bleiben angesichts neuer US-Angriffe auf Minenschiffe aber dennoch skeptisch. "Es wäre ja nicht das erste Mal, dass angeblich eine Einigung kurz bevorsteht", kommentierte ein Börsianer.

Immerhin gaben die Ölpreise nach und am Morgen lag Brent mit 98,09 US-Dollar je Barrel weiter unter der Schwelle von 100 Dollar. Wann dann aber auch im Falle einer Verhandlungslösung im Iran die Strasse von Hormus wieder geöffnet wird, ist laut Händlern noch unklar. "Von einer nachhaltigen Entspannung kann noch keine Rede sein, die Hoffnung auf eine Lösung ist aber wieder da." Im Tagesverlauf stehen noch einige US-Daten auf der Agenda, darunter der ADP-Beschäftigungsindex und das Konsumentenvertrauen.

SMI höher erwartet

Die Bank Julius Bär erwartet den Leitindex SMI am Morgen gegen 08.10 Uhr mit 0,61 Prozent im Plus auf 13'585 Punkten.

Nachrichten von Bluechips sind dünn gesät. Partners Group (+0,7%) will gegen die US-amerikanische Investmentfirma Grizzly Research juristische Schritte einleiten, nachdem Grizzly im April schwerwiegende Vorwürfe in Umlauf gebracht hatte.

Tech-Werte wie Logitech (+0,7%) oder auch VAT (+2,2%) oder AMS Osram (+2,1%) legen weiter zu. Händler verweisen auf die generell positive Stimmung in der Branche. Zudem legte der PC-Hersteller Lenovo noch vor dem Wochenende starke Zahlen vor, die die Aktien beflügelten.

Der Elektronikkomponenten-Hersteller Lem (kein vorbörslicher Kurs) ist offenbar zum Übernahmeziel geworden, der Verwaltungsrat prüft "strategische Optionen". Damit treten die eigentlichen Jahreszahlen mit währungsbedingt weniger Umsatz, dafür mehr Gewinn in den Hintergrund.

Für Galderma (+1,5%) gab es positive Nachrichten aus den USA. Der Dermatologiespezialist hat von der FDA eine Zulassung für die rezeptfreie Abgabe des Akne-Mittels Differin Epiduo erhalten.

Derweil lastet auf Ypsomed (-1,0%) eine Studie. Jefferies startet die Bewertung für die Titel mit "Underperform". Indes könnten Aryzta (+2,3%) von einer Hochstufung auf "Buy" durch Berenberg profitieren.

dm/ra