Aktien Schweiz Schluss: SMI schliesst schwächer

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01.07.2026 , 18:15:14

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch erneut schwächer geschlossen. Nach einem leicht positiven Start sank der Leitindex SMI im Tagesverlauf zunehmend ins Minus. Im Fokus der Anleger stand der Auftritt des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh im portugiesischen Sintra, der sich allerdings bei seinen Aussagen zurückhielt.

Der von US-Präsident Donald Trump ernannte Fed-Chef vermied insbesondere Hinweise auf die Juli-Sitzung der US-Notenbank. Immerhin erklärte er an einem Panel mit weiteren Notenbankern, dass die Preise "zu hoch" seien. Eine Reihe von Marktbeobachtern erachtet eine Zinsanhebung durch das Fed bereits im laufenden Monat für möglich, weitere erwarten einen Zinsschritt im Herbst.

Schwächer als erwartet fielen am Mittwoch die neuen Daten des US-Arbeitsmarktdienstleisters ADP aus: Demnach wurden in der Privatwirtschaft in den USA deutlich weniger Stellen geschaffen als erwartet. Mehr Hinweise liefern wird dazu der für die Fed-Politik wichtige US-Arbeitsmarktbericht für den Juni, der feiertagsbedingt bereits am (morgigen) Donnerstag publiziert wird.

Keine positiven Impulse kamen von der Geopolitik: Zwar starteten in der katarischen Hauptstadt Doha neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran, diese fanden aber nur indirekt über Vermittler aus Katar und Pakistan statt.

Der SMI schloss um 0,56 Prozent tiefer bei 14'114,00 Punkten. Der Index der mittelgrossen Unternehmen SMIM gab derweil um 0,33 Prozent auf 3158,60 Punkte und der breite SPI um 0,49 Prozent auf 19'917,53 Zähler nach.

Klar schwächste Bluechip-Werte waren die Galderma-Titel (-2,8%). Der Hautpflegekonzern hat einen weiteren Rückschlag bei der US-Zulassung für ein Faltenmittel vermeldet. Deutliche Abgaben gab es für die Swisscom-Aktien (-2,4 auf 608,50 Franken), die sich zeitweise gar der Anfang Jahr eroberten Marke von 600 Franken näherten.

Für deutlichen Abwärtsdruck sorgten zudem die schwergewichtigen Aktien von Novartis (-1,3%), für welche die Analysten geteilter Meinung blieben: Während Goldman Sachs die Werte weiterhin zum Verkauf empfahl, blieb die Bank of America bei einer Kaufempfehlung. Auch die Titel der Konkurrentin Roche (-1,2%) schlossen deutlich schwächer. Das dritte Schwergewicht Nestlé (-0,2%) grenzte im Handelsverlauf die Abgaben ein.

Durchzogen zeigen sich technologienahe Titel. Die Aktien des Chipzulieferers VAT (+0,4%) drehten im Handelsverlauf ins Minus, obwohl die Analysten der Bank of America die Titel weiterhin zu ihren "Top Picks" zählte. Dagegen stiegen etwa die am Vormittag noch schwachen Logitech (+1,5%) am Nachmittag klar ins Plus.

Deutliche Kursgewinne gab es für Lonza (+3,1%). Der Pharmazulieferer kündigte eine Erweiterung der Zusammenarbeit mit einem "führenden US-Biopharmaunternehmen" an, wobei der kumulierte Auftragswert laut Lonza ein Potenzial von mehreren Milliarden Franken hat.

Am breiten Markt ging es für Tecan (+8,5%) nach einer positiven Studie der UBS steil nach oben. Die Experten der Schweizer Grossbank erhöhten ihre Einstufung auf "Buy". Die Zeit rückläufiger Umsätze dürfte für den Laborausrüster nun vorbei sein, so die Begründung.

Abwärts ging es dagegen mit den Aktien des Pharmaunternehmens Santhera (-2,9%) nach neuen Studiendaten zu seinem wichtigsten Mittel. Schwächer gingen auch Idorsia (-3,8%) aus dem Handel, obwohl das Allschwiler Unternehmen einen neuen CEO präsentieren konnte.

tp/ra