Aktien Schweiz Schluss: Leichte Gewinne nach volatilem Verlauf

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25.09.2026 , 18:15:14

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag etwas fester geschlossen. Nach der markanten Korrektur der Vor-Vorwoche und der Stabilisierung der Vorwoche ergab sich damit wieder einmal eine positive Wochenbilanz. Gestützt wurde die Stimmung von einem neuen Vorschlag des Irans zuhanden der USA für eine baldige Öffnung der Strasse von Hormus am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Auf Nachfrage zu dem angeblichen Verhandlungsangebot der Iraner hiess es aus dem Weissen Haus: "Wir führen über die Vermittler positive und konstruktive Gespräche."

Die neusten Hoffnungszeichen im Nahost-Konflikt hatten vorübergehend auch für eine leichte Entspannung bei den Ölpreisen gesorgt. Allerdings zog der Preis für ein Fass der Sorte Brent im Tagesverlauf von unter 105 wieder auf über 106 US-Dollar an. Die Märkte nahmen die Berichte aus New York indes mit Zurückhaltung auf. Das zeigte sich in einer anhaltenden Nervosität, welche nicht nur bei den Aktien sondern auch bei den Ölpreisen für einen stetig schwankenden Handelsverlauf sorgte. Bei den Anleihen hat sich derweil der jüngste Ausverkauf zumindest etwas verlangsamt.

SMI nur kurz über 14'000

Der SMI schloss 0,29 Prozent höher bei 13'945,71 Punkten, das Tageshoch lag am späten Vormittag bei 14'030. Von den 20 Titeln im SMI beendeten die Sitzung 14 mit höheren und 6 mit tieferen Kursen. Im Vergleich zum Schlussstand vom vergangenen Freitag ergab sich für den SMI ein Plus von 1,2 Prozent.

Der Mid-Cap-Index SMIM legte 0,47 Prozent auf 3'113,67 Punkte zu und der breite SPI 0,33 Prozent auf 19'771,23 Punkte. Auch der Dax in Frankfurt verzeichnete Gewinne, während die US-Börsen den Schlusstag der Börsenwoche mit einer leicht freundlichen Tendenz einleiteten, gestützt unter anderem von einem besser als erwartet ausgefallenen Konsumentenstimmungs-Index der Uni Michigan.

UBS einmal mehr von Spekulationen getrieben

Grösster Gewinner waren UBS (+3,5% auf 40,80 Fr.). Gestützt wurden die Aktien von Spekulationen aus Übersee, wonach die Grossbank einen Zusammenschluss mit Morgan Stanley anstreben könnte, nachdem ihr der Ständerat in Sachen Eigenmittel kaum entgegenkommen wollte. Geholfen hat aber auch die Einigung auf einen Vergleich in einer milliardenschweren Klage mit dem australischen Versicherer IAG wegen des Greensill-Debakels der CS. Das Tageshoch bei über 41 Franken vermochte der Titel dabei zwar nicht zu halten, nach mehr als zwei Wochen Sinkflug ging es indes für die UBS wieder einmal deutlicher nach oben.

Stärker gesucht waren überdies Partners Group (+1,7%), Logitech (+1,7%) oder Holcim (+1,4%).

ABB (-0,4% auf 80,18 Fr.) gehörten nach starkem Beginn hingegen zu den wenigen Verlierern. Unterstützung kam im frühen Geschäft noch von positiven Kommentaren im Anschluss an eine Präsentation des Unternehmens zur künftigen Stromversorgung der Rechenzentren vom Vortag. Anschliessend setzten aber wieder Gewinnmitnahmen ein. Von Mitte vergangener Woche bis und mit Dienstag hatten ABB auf über 83 von gut 75 Franken markant zugelegt. Die letzten drei Tage standen nun im Zeichen der Korrektur.

Mitverantwortlich für den letztlich moderaten Anstieg des Gesamtmarktes waren aber vor allem die Kursverluste der Schwergewichte Nestlé (-1,0%) und Roche (-0,9%). Novartis (+0,7%) zeigten sich hingegen fester.

Innerhalb des breiten SPI gehörten Huber+Suhner (+3,4%) zu den klaren Gewinnern. Sie beendeten damit die Gesamtwoche mit einem Plus von gut 12 Prozent. Am Morgen hatte das Unternehmen über eine kleinere Akquisition im Bereich Bahnkommunikation berichtet. Mehr ins Gewicht fällt hingegen, dass nach der leisen Enttäuschung darüber, dass das Unternehmen am Investorentag vom vergangenen Freitag die Jahresziele nicht erhöht hatte, schon bald eine positivere Betrachtungsweise des Gezeigten die Oberhand gewann.

cf/cg