Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Freitag nach seiner jüngsten Rekordjagd weiterhin stark gezeigt. Negative Vorgaben, insbesondere durch mit Enttäuschung aufgenommener Zahlen grosser US-Techkonzerne wie Intel und Amazon, prallten am defensiven Charakter des heimischen Marktes erneut ab. Gerade auch die Schwergewichte stützen den SMI. Händler halten es angesichts der erhöhten Volatilität an den internationalen Märkten aber nicht für ausgeschlossen, dass im Tagesverlauf Gewinnmitnahmen zum Monatsende hin einsetzen.
Derweil rücken nochmals internationale Konjunkturdaten in den Blick, insbesondere Inflationsdaten aus Frankreich, Spanien und Deutschland sowie das BIP für das dritte Quartal der Eurozone. Am Nachmittag steht der Chicago Einkaufsmanagerindex als wichtiges Stimmungsbarometer aus den USA im Kalender, bevor sich Anleger für die am kommenden Dienstag anstehenden US-Zwischenwahlen positionieren.
SMI nahe 14'800 Punkten
Der Leitindex SMI legt bis gegen 9.15 Uhr um 0,30 Prozent auf 14'801,19 Punkte zu und bleibt damit ganz knapp über der Marke von 14'800 Punkten. Am Vortag hatte er zwischenzeitlich bei rund 14'861 Zählern ein neues Rekordhoch markiert. Der Mid-Cap-Index SMIM steigt um 0,22 Prozent auf 3207,09 Punkte, der breite SPI gewinnt 0,23 Prozent auf 20'841,22 Punkte hinzu.
Gestützt wird der SMI insbesondere von robusten Schwergewichten. So stehen Nestlé (+1,2%) und Novartis (+0,9%) am oberen Ende des Kurszettels. Roche (+0,5%) halten sich ebenfalls im Plus. Ansonsten sind defensive Titel wie Swiss Re (+1,6%) vor Zahlen in der kommenden Woche ganz oben zu finden, auch Givaudan (+1,1%) liegen im grünen Bereich.
Die Verlierer werden von Logitech (-3,3%) angeführt. Neben den schwachen Vorgaben aus dem Tech-Sektor hadert der Markt seit Tagen mit dem Ausblick des Unternehmens auf das wichtige Weihnachtsquartal. Aber auch ABB (-2,4%) geben nach, in der zweiten Reihe verlieren VAT (-3,7%), AMS Osram, Inficon und Comet (zwischen -4,3% und -4,8%) ebenfalls deutlich.
dm/to